Archiv des Monats: Mai 2012

Besitzer von Ordnern per Skript ändern

Wer zum jährlichen Anlegen neuer Schüleraccounts das Porgramm EUser von Koll. Steingruber verwendet, arbeitet vermutlich mit den dadurch angelegten UserOrdnern, die üblicherweise mit dem Laufwerksbuchstaben H: beim Login gemappt werden. (bekannt als das „Homeverzeichnis“)

Probleme können nun auftreten, wenn diese Ordner verschoben werden (da der Server getauscht wird o. ä.)….

Probleme können vor allem auftreten, wenn vergessen wird, die NTFS-Berechtigungen mitzuübertragen (hier sollte xcopy QuelleZiel /O /X /E /H /K  — oder wer eine GUI möchte — Total Commander mit den entsprechenden Einstellungen verwendet werden).

Ich hatte nun bei einem Kunden den Fall, dass zwar die NTFS-Berechtigungen, jedoch NICHT der jeweilige Besitzer mitübertragen wurde. Dies wirkt sich äußerst nachteilig auf die Verwendung von Kontingenten aus.

Weiters wurden bei ihm nun unter Windows 7 die Ordnernamen nicht mehr richtig angezeigt, sondern alle Ordner erschienen als „Eigene Dateien“, wenn er als Administrator eingeloggt war (was sich dadurch erklärt, dass der Administrator gleich der Besitzer dieser Ordner ist). Dieses Verhalten der falsch angezeigten Ordnernamen tritt im übrigen nur dann auf, wenn der jeweilige Ordner die Datei desktop.ini enthält…

Ich habe nun ein Script geschrieben, dass dieses Problem  behebt.

Funktionsweise:
Es wird für jeden Ordner (und alle Unterordner) geprüft, ob es einen zugehörigen User im Active Directory gibt, bei dem der Username und der Ordnername ident sind.
Wird ein gleichlautender User gefunden, so übernimmt dieser User den Besitz des Ordners (und alle Unterordner sowie Dateien).

Benutzung:
Beim erstmaligen Ausführen der Datei aus einem beliebigen Ordner wird die Datei „Berechtigungsänderungen.txt“ angelegt, in der alle nötigen Informationen enthalten sind.

Tipp: das Skript verändert den Besitzer nur, wenn es aus einer Command-Shell wie folgt aufgerufen wird:

BerechtigungenReparieren.exe /scharf:YES /Userordner:Q:\meineHomeshares\Schueler

[wobei Q:\meineHomeshares\Schueler natürlich für den zu verändernden Ordner steht!!!]

Durch blosses Doppelklicken des Scripts wird lediglich die Ordnerstruktur + eventuellem Active Directory User in der Berechtigungsänderungen.txt angezeigt, aber NICHTS veärndert.

Voraussetzungen:
Das Script funktioniert NUR mit Windows 7 bzw. Windows Server 2008
(Sollte jemand noch Windows Server 2003 verwenden, sollte er das Tool von einem Windows 7 – Client aus starten, und als Userordner einfach den UNC-Pfad angeben [z.B: \\meinServer\home$])

Download:
BerechtigungenReparieren.exe [[downloadcounter(BerechtigungenReparieren.exe)] x heruntergeladen]

Ich übernehme KEINE HAFTUNG für irgendwelche Schäden (eh klar)… 😉
Sollte sich jemand unsicher sein mit dem Tool, kann er es einfach durch Doppelklick in einem beliebigen Ordner mit den Homeshares starten und die jeweiligen Zeilen, die in der .txt-Datei angeführt werden, in einer Commandshell ausprobieren, ob sie das tun, was er möchte.
[Alternative: aus einer Commandshell BerechtigungenReparieren.exe /scharf:NO /Userordner:Q:\meineHomeshares\Schueler
]
Wenn dann anschließend die gesamte Ordnerstruktur in der .txt kontrolliert wurde, kann das Script SCHARF gestartet werden.

Feedback – welches auch immer – ist very warm welcome…
(wobei „Edi, Du bist mein Held“ oder „Edi, Du kommst in jedem meiner Abendgebete vor“ wohlwollender entgegengenommen wird  🙄

Quelltext:

warntext = warntext & "Dieses Tool verändert den Besitzer von Ordnern und Dateien!" & vbcrlf
warntext = warntext & "Funktionsweise: Es wird für jeden Ordner und Unterordner im Active Directory ""nachgesehen"", ob es einen User" & vbcrlf
warntext = warntext & "mit dem selben Namen gibt!" & vbcrlf
warntext = warntext & "Wenn es eine Übereinstimmung gibt, so wird bei alle Dateien sowie Ordnern in diesem Verzeichnis der Besitzer geändert" & vbcrlf
warntext = warntext & "" & vbcrlf
warntext = warntext & "ACHTUNG! Es werden aktuell hier nur die Ordner aufgelistet." & vbcrlf
warntext = warntext & "Um in den Ordnern die Besitzer tatsächlich zu ändern (nachdem alles kontrolliert wurde), MUSS dieses Script " & vbcrlf
warntext = warntext & "aus einer Commandshell heraus mit wie folgt gestartet werden:" & vbcrlf & vbcrlf  & vbcrlf
warntext = warntext & "BerechtigungenReparieren.exe /scharf:YES /Userordner:H:\meineHomeverzeichnisse\Schueler" & vbcrlf & vbcrlf  & vbcrlf
warntext = warntext & "[wobei H:\meineHomeverzeichnisse\Schueler natürlich für den zu verändernden Ordner steht!!!]" & vbcrlf
warntext = warntext & "[Tipp: wenn Ordner Leerzeichen haben, dann den Ordnername zwischen zwei "" sezten]" & vbcrlf
warntext = warntext & "[Tipp2: das Tool funktioniert auch mit Freigaben, also zB \\meinServer\home$\schueler]" & vbcrlf & vbcrlf & vbcrlf
warntext = warntext & "Chefmodus: (Experts only)" & vbcrlf
warntext = warntext & "unten abgebildeten Quellcode mit dem Notepad als BerechtigungenReparieren.vbs speichern und folgendes ändern:" &vbcrlf
warntext = warntext & "in der Zeile mit dem Quelltext //   ' Modus = ""yes""  // muss lediglich das Hochkomma am Beginn gelöscht werden" & vbcrlf
warntext = warntext & "dann kann das Script auch per Doppelklick SCHARF gestartet werden!" & vbcrlf
warntext = warntext & "jetzt wird durch jeden DOPPELKLICK auf diese Datei BerechtigungenReparieren.vbs im jeweiligen Ordner und Unterordner die Berechtigungen geändert!" & vbcrlf & vbcrlf
warntext = warntext & "ACHTUNG: Es wird keine Haftung für etwaige Schäden übernommen!!! Also VORSICHT bei der Verwendung" & vbcrlf & vbcrlf
warntext = warntext & "[Feedback an Edi Pfisterer --> edi@schulnetz.info --> www.schulnetz.info]" & vbcrlf & vbCrLf  & vbcrlf & vbCrLf

Set objFSO = CreateObject("Scripting.FileSystemObject")

dateiname = "Berechtigungsänderungen.txt"

ueberordner = WScript.Arguments.Named.Item("Userordner")
         if len(ueberordner)= 0 then
                  scriptname = Wscript.ScriptFullName
                  ueberordner = objFSO.getparentfoldername(scriptname)
         end if
warntext = warntext & "Aktuelles Verzeichnis: " & ueberordner & vbcrlf & vbcrlf
Modus = WScript.Arguments.Named.Item("scharf")

' Modus = "yes"

 call InDateiSchreiben(warntext)

                        Set objShell = CreateObject("WScript.Shell")
					    objShell.Popup "Es werden nun alle eventuell zu verändernden Ordner einzeln aufpoppen! " & vbcrlf & "Lesen Sie in der Datei Benutzerberechtigungen.txt, die soeben angelegt wurde nach, wie Sie dieses Tool ""scharfstellen""!" & vbcrlf & "Um diese Tool zu stoppen, müssen Sie im Taskmanager die Datei wscript.exe beenden!", 20, "Info"
					    Set objShell = Nothing

call Ordnerliste(ueberordner)

function Ordnerliste(pfad)

        Set objFolder = objFSO.GetFolder(pfad)
        Set colSubfolders = objFolder.Subfolders

        For Each objSubfolder in colSubfolders
              on Error resume next

                 vollername = objFSO.GetAbsolutePathName(objSubfolder)

                NT_Benutzer = UserNameIsolieren(vollername)
                if Benutzerabfrage(NT_Benutzer) = 1 THEN
                   if instr(1,modus,"yes",1) = 0 Then  'es wird lediglich eine txt erzeugt, Dateien bleiben unverändert
                        call InDateiSchreiben(vollername)
                        call InDateiSchreiben("USER GIBTS")
                        befehl = "icacls " & vollername & " /setowner " & NT_Benutzer & " /t /c /l /q"
                        call InDateiSchreiben(befehl)
                        call InDateiSchreiben(vbcrlf)

                        Set objShell = CreateObject("WScript.Shell")
					    objShell.Popup vollername & " würde auf den neuen Besitzer " & NT_Benutzer & " geändert werden, wenn Sie das Tool ""scharf"" stellen würden....", 5, "Info"
					    Set objShell = Nothing
                   Else           

                      befehl = "icacls " & vollername & " /setowner " & NT_Benutzer & " /t /c /l /q "

                      Set objShell = CreateObject("WScript.Shell")
                      objShell.Run "%comspec% /c echo j|" & befehl, 0, 1
                      'WshShell.Run "cmd /q echo j|" & befehl , 0, 1

                      Call InDateiSchreiben (befehl)
                      call InDateiSchreiben(vollername & " wurde auf den neuen Besitzer " & NT_Benutzer & " geändert!" & vbcrlf)

					    Set objShell = CreateObject("WScript.Shell")
					    objShell.Popup vollername & " wurde auf den neuen Besitzer " & NT_Benutzer & " geändert!", 5, "Info"
					    Set objShell = Nothing

						objFSO.DeleteFile(vollername & "\desktop.ini")

                end If
                end if

         call Ordnerliste(vollername)
        Next

end function

function InDateiSchreiben(inhalt)
  set logbuch1 =objFSO.opentextfile(dateiname, 8, true,0)  ' 8 zum anfügen
                logbuch1.write inhalt & vbcrlf
                logbuch1.close
end function

function UserNameIsolieren(strUsername)
  letzterBackslash = instrRev(strUsername,"\")
  laenge = len(strUsername)
  eigentlicherUsername = right(strUsername, laenge-letzterBackslash)
 ' call InDateiSchreiben(eigentlicherUsername)
  UserNameIsolieren = eigentlicherUsername
end function

Function Benutzerabfrage(strUserName)
BenutzerVorhanden = 0
Set rootDSE = GetObject("LDAP://RootDSE")
DomainName = rootDSE.Get("defaultnamingcontext")
DomainString = Replace(DomainName, "DC=", "")
DomainString = Replace(DomainString, ",", ".")

    Set objDomain = GetObject("WinNT://" & DomainString)
    objDomain.Filter = Array("user")
    For Each User In objDomain
        If lcase(User.Name) = lcase(strUserName) Then
           BenutzerVorhanden = 1
        End If
    Next
        if BenutzerVorhanden THEN Benutzerabfrage = 1
End Function

msgBox "Ich bin fertig!"



KMS – Freund und Feind zugleich…

Key Management Service (KMS) – eine Übersicht

Wer von Windows XP auf Windows 7 migriert (hat), wird schon bemerkt haben, dass die Art der Lizenzierung / Aktivierung (bei XP zu Erinnerung: Campuslizenz mit einem Key, der bereits im geklonten Image bereitgestellt werden kann) rapide geändert wurde.

Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten:
Die zentrale Aktivierung via KMS-Server (und daher bessere) und die dezentrale mit Eingabe der MAKs auf den einzelnen Clients inkl. manueller Aktivierung (und daher wesentlich arbeitsintensivere und schlechtere.)

Da mein Credo zu allen Tages- und Nachtzeiten (in Ahnlehnung an die schweizer Kollegen) lautet „Real Men don’t click [more than necessarily]“ verzichte ich auf die Besprechung der MAK-Variante völlig und wende mich nun in weiterer Folge der Konfiguration eines KMS-Servers (inkl. aller dabei auftretenden Schwierigkeiten) zu!

Step by Step Anleitung: „Installation eines funktionierenden KMS-Servers“

1.) Windows Server 2008 R2 installieren und manuell mittes des über die MS-ACH erhaltenen MAKs für Windows Server 2008 aktivieren (Start >> Systemsteuerung >> System >> Windows Aktivierung)

2.) KMS aktivieren
eine Command-Shell [= Eingabeaufforderung] als Administrator starten (rechte Maustaste >> „als Administrator ausführen“), dann folgende Befehle in der angeführten Reihenfolge absetzen:

cscript C:\windows\system32\slmgr.vbs /ipk <KMS Key>
cscript C:\windows\system32\slmgr.vbs /ato

Hinweis: nach jedem Befehl öffnet sich eine Meldung, die den Erfolg der Aktion ausgibt

3.) Firewall kontrollieren, ob der KMS auch „einen Passierschein hat“
[Stichwort: eingehende Regeln >> Schlüsselverwaltungdienst (TCP eingehend) >> Zulassen ]

4.) Eintrag am DNS-Server kontrollieren
DNS-Management-Konsole >> Forward-Lookupzonen >> FQDN >> _TCP >> _VLMCS (Eintrag des Servers, der
den KMS-Host darstellt
(Falls dieser Eintrag fehlt:
>> Forward-Lookupzonen >> FQDN >> _TCP >> rechte Maustaste >> weitere neue Einträge >> Dienstidentifizierung (SRV) >>  Dienst: _VLMCS // Protokoll: _tcp // Priorität: 0 // Gewichtung: 0 // Portnummer: 1688 // Host, der diesen Dienst anbietet = FQDN des KMS-Servers // beide Kontrollkästchen bleiben leer // Gültigkeit 0:1:0:0)

5.) KMS kontrollieren
Start / Ausführen:  slmgr.vbs /dli
Es erscheint – nach kurzem Warten – ein Popup mit einigen Daten, unter anderem der Zeile
aktuelle Anzahl: 7 (wobei hier 7 nur ein Beispiel ist…)

Sollten die Clients nicht innerhalb kürzester Zeit die Aktivierung erhalten, dann lohnt sich die weitere Lektüre dieses Artikels garantiert!!!!

Problemfelder bei der Lizenzierung mittels KMS
(Arbeitstitel: der Dreck funktioniert bei mir nicht…):

1.) Der KMS arbeitet erst ab einer durch ihn verwalteten Anzahl von 25 Clients!!!!

PROBLEM:
selbst, wenn man > 200 (z. B. mit WDS) geklonte Clients in Betrieb hat, kann es dennoch sein, dass den Clients die Aktivierung mit folgender Fehlermeldung verwehrt wird:

0xC004F038
Vom Softwarelizenzierungsdienst wurde gemeldet, dass der Computer nicht aktiviert werden konnte. Die vom Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS) gemeldete Anzahl reicht nicht aus. Wenden Sie sich an den Systemadministrator.

die Ursache hierfür könnte nun darin liegen, dass wir zwar mehr als 25 Clients verwalten möchten, der KMS-Server aber keinen Unterschied zwischen unseren Clients erkennt…
Mit anderen Worten: für ihn gleichen unsere Clients wie ein Ei dem anderen…
Dies führt uns zu folgendem:

2.) mindestens 25 Clients müssen eine unterschiedliche CMID haben!
damit einhergehend:
3.) What the hell is a CMID?

Jeder Client generiert überlicherweise eine einzigartige Client Machine ID (CMID). Um dies zu gewährleisten, sollten Clients vor deren Klonen auch mit
sysprep /generalize [/oobe /shutdown]

darauf vorbereitet werden.

Sollte das Klonen per Windows Deployment Service (WDS) erfolgen, so ist zwecks Lite- bzw. Zerotouch-Deployment das Hinterlegen einer ImageUnattend.xml unumgänglich!

Sollte nun in dieser ImageUnattend.xml der Eintrag
<SkipRearm>1</SkipRearm>
vorhanden sein, dann werden – auch bei fehlerfrei ausgeführtem SYSPREP – keine neuen CMIDs generiert.

Daher zählt der KMS auch die Anzahl der Anfragen nicht hinauf, und dann wären wir wieder bei Problem Nummer 1: der KMS arbeitet erst aber einer Anzahl von 25 Clients!!!

4.) Zwischenfrage: Welche CMID hat der Client?

Grundsätzlich scheint die CMID auf, wenn man am Client slmgr.vbs /dli ausführt UND der Client bereits aktiviert ist!
Wenn der Client noch nicht aktiviert ist (was auch der Fall sein dürfte, sonst wäre uns die CMID nämlich ziemlich
všecko jedno) funktioniert dies aber nicht!

Um bei nicht aktivierten Clients die CMID zwecks Vergleichens zu ermitteln, ist ein Blick in die Ereignisanzeige anzuraten:

Protokollname: Application
Quelle:        Microsoft-Windows-Security-SPP
Datum:         20.02.2012 23:58:24
Ereignis-ID:   12288
Aufgabenkategorie:Keine
Ebene:         Informationen
Schlüsselwörter:Klassisch
Benutzer:      Nicht zutreffend
Computer:      DV101.hak-neusiedl.local
Beschreibung:
Vom Client wurde eine Aktivierungsanforderung an den Computer mit dem Schlüsselverwaltungsdienst gesendet.
Info:
0x00000000, 0x00000000, wicky.hak-neusiedl.local:1688, 586a12e2-5e2f-4c55-a6c0-0152af448ec4, 2012/02/20 22:58, 0, 3, 43200, ae2ee509-1b34-41c0-acb7-6d4650168915, 25

CMID in diesem Fall:586a12e2-5e2f-4c55-a6c0-0152af448ec4

Wenn nun alle geklonten Clients eine idente CMID haben, dann wäre es nun an der Zeit für folgendes:

4.) Holt mich hier raus, ich bin ein Star 😉

3 Lösungsansätze stehen zur Verfügung (The Good, The Bad, The Ugly)

LÖSUNG – Variante 1
>> mindestens 25 Clients neu zu klonen:
(The UGLY!)

die richtige Vorgehensweise dabei:
Client vorbereiten mit
sysprep /generalize /oobe /shutdown
+
in der ImageUnattend.xml
<SkipRearm>0</SkipRearm>

Nachteil dieser Variante: Arbeitsintensiv, im laufenden Betrieb nicht machbar!

LÖSUNG – Variante 2
>> mindestens 25 Clients manuell mit neuen CMIDs versehen:
(The BAD)

Wenn slmgr.vbs /rearm am Client ausgeführt wird, so wird eine neue CMID generiert.
Btw: Dies kann auf jedem Client bis zu 3 mal wiederholt werden, die aktuell verbleibende Anzahl kann am Client mit slmgr.vbs /dlv abgelesen werden!

Da mindestens 25 Clients mit unterschiedlicher CMID zu einem funktionierenden KMS führen würde, könnten wir jetzt kurzerhand zu 25 Clients laufen, dort slmgr.vbs /rearm eingeben, jeden Client neu starten und der KMS läuft jetzt endlich!

Doch halte inne und bedenke:
Real Men don’t click (and – of course –  don’t run around)

LÖSUNG – Variante 3
>> mindestens 25 Clients per Startscript mit neuen CMIDs versehen:

(The GOOD!!!!)

Hier ein Script, das – per Gruppenrichtlinie als Starskript – für Dich die Arbeit erledigt:

'############## Edi Pfisterer -- 11/5/2012 -- REARM_IT ##############

on Error resume next
logdatei = "c:\rearm.txt"
Set fs = CreateObject("Scripting.FileSystemObject")
If NOT fs.FileExists (logdatei) then

'############################ just rearm it, baby ############################'

Set WshShell = WScript.CreateObject("WScript.Shell")
WSHShell.Run("wscript ""c:\windows\system32\slmgr.vbs"" /rearm ")

'##########################   LOGDATEI schreiben, die anzeigt,
ob REARM schon einmal gelaufen ist ########################

    Set a = fs.CreateTextFile(logdatei, True)
    a.WriteLine("rearmed wurde am " & now())
    a.Close
END IF

Funktionsweise:
Es wird auf C:\ eine Datei namens rearm.txt angelegt, weiters wird slmgr.vbs /rearm aufgerufen.
Beim nächsten Aufruf des Startscripts wird geprüft, ob die rearm.txt vorhaden ist, und in diesem Fall auf slmgr.vbs /rearm verzichtet….

5. wie schauts mit einer GUI aus?

Kein Problem! Mit dem VAMT (Volume Activation Management Tool) 2.0 (ACHTUNG: ZWEI — PUNKT — NULL // Das 1.0 war zum Vergessen!!!) hat man ein feines Tool zur Hand, das einen klaren Überblick über die Lizenzierungssituation gibt!
Aber ACHTUNG: Wenn der KMS nicht richtig funktioniert, dann wir man mit dem VAMT auch keinen Spass haben!!! Das VAMT ersetzt den KMS NICHT!!!

Vorgangsweise Installation / Verwendung von Volume Activation Management Tool:

  • VAMT 2.0 bei Microsoft downloaden (googlen ist den Menschen zumutbar)
  • am KMS installieren und starten
  • im mittleren Fenster „Search for computers in the Active Directory“ auswählen
  • alle im unteren, mittleren Fenster gefunden Clients mit STRG + A makieren
  • Rechte Maustaste >> Update Status / Current Credential (sofern man als Domainadmin angemeldet ist)
  • Nun erfolgt eine Einteilung in
    Licensed
    Out-of-Box
    Out of Tolerance Grace
    (Tipp: Falls dort alle Clients landen und keine bei Licensed, dann wurde das Problem der identen CMIDs – noch – nicht gelöst!)
  • Wenn sich noch nicht alle Clients unter „Licensed“ einreihen, dann hilft
    recht Maustaste auf den/die Clients >> Activate >> KMS Activate >> …

Im Idealfall sieht das ganze dann so ähnlich aus (in dieser Umgebung sind > 160 Clients vorhanden, da wäre eine Aktivierung via MAKs kein Spass gewesen…):

Da fällt mir mein Schwager ein, der bei dieser Gelegenheit sagen würde
„Hätte es immer schon SO ausgesehen, hätte man nichts machen müssen… 😉 “

FAZIT:

Der KMS ist – wenn man eine große Anzahl von Windows 7 Clients administrieren darf – eine feine Sache! Wenn er erst einmal funktioniert…

Logfile – Auswertung ISA Server

Falls auf einem ISA-Server (2004/2006) die Protokollierung in Form einer MSDE-Datenbank gewählt wurde, so werden per default die entsprechenden Logs als .mdf (bzw. ldf) im Verzeichnis „C:\Programme\Microsoft ISA Server\ISALogs“ angelegt

(diese Logs bleiben dort – je nach Festplattenkapazität des ISA-Servers auch laaaaange Zeit gespeichert
bei mir sind es rund 6 Monate…  😉

Um diese Protokolle nun bei Bedarf zu öffnen (um einen Bösewicht unter den Schülern auszuforschen), sei hier das Freeware-Tool „ISA SERVER TOOLKIT“ von Redline-Software angepriessen.
Einfach am ISA-Server installieren (und zwar den MDF-Viewer) und es bleibt nichts mehr im Verborgenen. Zudem versteht sich das Tool hervorragend auf eine SQL-Filterung… (siehe Screenshot links unten)

Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass ich mir nicht sicher bin, ob wir als KustodInnen hier im rechtlich einwandfreien Bereich liegen, wenn wir Logs am ISA-Server vorratsdatenspeichern. Falls jemand hier genauere Informationen hat, würde ich mich über ein Mail bzw. einen Diskussionsbeitrag freuen!

Logfile – Auswertung Windows 7

Nur damit ich es selbst nicht vergesse – die Einträge für eine An- bzw. Abmeldung auf einem Windows 7 Client in einer Domäne:

Ereignisanzeige >> Windows-Protokollierung >> Windows-Protokolle >> Sicherheit

Anmeldung –> Ereignis-ID 4648 (4624)
Abmeldung –> Ereignis-ID 4634 (4647)

Und falls jemand mit der Filterung Probleme haben sollte, hier ein Bild, das mehr als 1000 Worte sagt:

Forefront Endpoint Protection – „… möglicherweise nicht geschützt …“

Problem:
Microsoft’s Virenscanner Forefront Endpoint Protection (FEP) zeigt folgendes Verhalten:
Wenn längere Zeit kein Scan vollzogen wurde, wechselt das Icon im Systemtray neben der Uhr von der Farbe grün auf orange, zusätzlich erscheint der Text „Computerstatus – Möglicherweise nicht geschützt„, wenn der Mauszeiger darüber bewegt wird.

Lösung:
Forefront Endpoint Protection per Gruppenrichtlinie „fernsteuern“ und einen Scan einplanen

Vorgehensweise:

  1. aus den FEP 2010 Tools das Tool „fep2010grouppolicytools-de-de.exe“ downloaden (z. B. hier)
  2. Doppelklick auf „fep2010grouppolicytools-de-de.exe“ >> es werden 3 Dateien entpackt
  3. [Falls kein Server 2008 – Domänencontroller vorhanden ist, sollte wie hier beschrieben – von einem Windows 7-Client aus, vorgegangen werden, um einen Central Store für die administrativen Vorlagen einzurichten bzw. auf diese im Gruppenrichtlinieneditor zugreifen zu können]
  4. unter Punkt 2 entpackte Datei „FEP2010.admx“ auf einen Domänencontroller in das Verzeichnis \\FQDN\SYSVOL\FQDN\policies\PolicyDefinitions sowie die Datei "FEP2010.adml" in das Verzeichnis \\FQDN\SYSVOL\FQDN\policies\PolicyDefinitions\de-DE einfügen

jetzt finden sich alle Konfigurationsmöglichkeiten im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor
Computerkonfiguration -> Richtlinien -> Administrative Vorlagen -> System -> Forefront Endpoint Protection 2010